Gliedertaxe wichtiger Leistungsfaktor bei Unfallpolicen

Die „Gliedertaxe“ ist ein wichtiges Element in der Unfallversicherung sie legt fest wieviel Entschädigung bei welcher Beeinträchtigung in % erfolgt

Wie funktioniert die Gliedertaxe?

Festlegung der Invaliditätsgrade: Die Gliedertaxe listet verschiedene Körperteile und Sinnesorgane auf und ordnet jedem einen spezifischen Prozentsatz der Invalidität zu. Dieser Prozentsatz repräsentiert den Grad der Beeinträchtigung, der diesem Körperteil oder Sinnesorgan zugeschrieben wird. Zum Beispiel könnte der Verlust eines Auges in der Gliedertaxe mit 50% Invalidität bewertet werden.

Einige typische Bewertungen in der Gliedertaxe könnten sein:Verlust eines Armes im Schultergelenk: 70%; Verlust eines Beines oberhalb des Knies: 70%;  Verlust eines Zeigefingers: 10%. (Mustergliedertaxe)

Berechnung der Entschädigung: Im Falle eines Unfalls, der zu einer dauerhaften Beeinträchtigung führt, wird der entsprechende Prozentsatz angewendet, um die Auszahlung zu berechnen. Wenn also eine Versicherungssumme von 100.000 Euro vereinbart ist und die Gliedertaxe den Verlust eines Auges mit 50% bewertet, würde die Auszahlung 50.000 Euro betragen. Ein Koch sollte nun darauf achten, dass die Gliedertaxe auch seinen Geruchs- und Geschmackssinn ausreichend berücksichtigt! Die Gliedertaxe ist ein wichtiger Leistungsfaktor bei Unfallpolicen

Mustergliedertaxe

Geschädigter Körperteil - 100% ohne MitwirkungsanteilProzent
Arm70%
Arm bis oberhalb des Ellenbogengelenks65%
Arm bis unterhalb des Ellenbogengelenks60%
Hand55%
Daumen20%
Zeigefinger10%
anderer Finger5%
Bein über Mitte des Oberschenkels70%
Bein bis zur Mitte des Oberschenkels60%
Bein bis unterhalb Knie50%
Bein bis zur Mitte des Unterschenkels45%
Fuß40%
große Zehe5%
andere Zehe2%
Auge50%
Gehör auf einem Ohr30%
Geruchssinn10%
Geschmackssinn5%